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rasante Entwicklungen erfordern umdenken
Zukünftige Bedeutung von E-Learning
Zunahme der Bedeutung von Learning Management
Systemen
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"time2market" und
"time2competency"
Statt "time2market" wird der Faktor
"time2competency" immer mehr zum entscheidenden Wettbewerbsvorteil für
Unternehmen. Zukünftig entscheidet, wie schnell es Organisationen
schaffen, bei neuen Produkten oder Veränderungen in ihren Prozessen die
nötige Kompetenz ihrer Mitarbeiter aufzubauen. Dazu müssen sie genau
wissen, welche Kompetenzen ihre Mitarbeiter haben und wo die Lücken
liegen. Sie müssen in der Lage sein, Lernprozesse zu definieren und
umzusetzen, die den akuten individuellen Bedarf ihrer Mitarbeiter exakt
treffen. Ein Beispiel soll dies verdeutlichen: Noch vor 10 Jahren waren
Telekommunikationsunternehmen im Wesentlichen auf Festnetzprodukte
ausgerichtet. Heute bedienen sie vielschichtige Märkte (Festnetz,
Mobiltelefon, Voice-over-IP, WLAN, Blackberry-Push-eMail, eMail und SMS
Infrastrukturen). Dadurch veränderten sich alle Geschäftsbereiche: Vom
Vertrieb über die Serviceprozesse bis hin zum Einkauf. Da der Wandel im
Geschäft immer schneller wird, gilt es, die Kompetenzen bei den
Mitarbeitern in neuen Rollen wie "Customer Interface Management", "Helpdesk
Manager", etc. immer schneller aufzubauen. Doch welches Unternehmen weiß
heute schon genau, wo die eigenen Kompetenzlücken sind und kann diese
aus den Geschäftszielen in Lernziele und Lernprozesse systematisch
überführen.
Genau hier setzen heutige
Learning Management Lösungen an. Sie entwickeln sich immer mehr zu einem
integrierten Bestandteil der Informationstechnologie im Unternehmen oder
in der Hochschule. Der Trend geht hin zur Unterstützung
individualisierter Lernprozesse, die sich am Wissensbedarf von
Mitarbeitern und Studierenden orientieren. In Verbindung mit Rapid
Learning Tools, Authoring Lösungen sowie Learning Content Management
Lösungen können Inhalte immer leichter erstellt und verwaltet werden.
Bildungscontrolling-Anwendungen erlauben es immer besser, Lernerfolg zu
messen und Entscheidern Informationen zu liefern, inwieweit
Kompetenzlücken geschlossen und Lernziele erreicht werden.
Damit sind Learning
Management Lösungen heute nicht mehr mit den eLearning Anwendungen vor 5
Jahren vergleichbar. Lernlösungen werden zum strategischen Bestandteil
von IT-Infrastrukturen mit fachlichen Ansprechpartnern in Personal,
Organisation, Training und Geschäftsbereichen, die erkannt haben, dass
sie für die systematische Entwicklung ihrer Mitarbeiter etwas tun
müssen. Die Personalentwicklung in Unternehmen oder die Leitungen von
Schulen/Hochschulen müssen immer mehr in die Lage versetzt werden,
Wissens- und Bildungsdienstleistungen für die operativen Geschäftsfelder
ihrer Organisation anzubieten und die dortigen Aus- und
Fortbildungsbedarfe zu decken. Und was noch? Nun, es muss die breite
Erkenntnis aufgebaut werden, dass Lernen und die damit verbundenen
Technologien ein Schlüsselfaktor für wettbewerbsfähige Unternehmen und
Hochschulen ist. IT-Lösungen für das Lern-
und Kompetenzmanagement müssen mit administrativen Applikationen wie ERP
Systemen integriert werden. Weiche Faktoren wie die richtige Vermarktung
von Bildungsangeboten und deren Kommunikation an die Zielgruppe sowie
Umsetzung der richtigen Roll Out Strategien für Lernangebote spielen
eine immer größere Rolle. Auszüge
aus der Eröffnungsrede zum
6. Learning
Management Congress 2005 |